Strafzeit - Das Knastmagazin auf Radio Z 95,8MHz
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Hausanlage in der JVA

Seit dem 02.01.2006 ist in der Nürnberger JVA in allen Häusern (Strafhaft, U-Haft und Frauenanstalt), wie wir hörten, "aus Kostengründen" die Radiohausanlage abgeschaltet. (Zur Information: In der Frauenanstalt wurde im Rahmen einer Sanierung vor nicht allzu langer Zeit eine Hausanlage eingebaut. Bis dahin hatten die Frauen weder eine Hausanlage noch Strom aus der Steckdose in den Hafträumen. Sie mussten z.B. zum Radiohören eigene Radios und Batterieblöcke kaufen.)
Aufgrund der Abschaltung der Hausanlage ist es jetzt so:
Die Inhaftierten, die kein eigenes Radio besitzen, können uns bzw. die Sendung "Strafzeit" nur noch hören, wenn sie sich mit jemandem zusammenschließen können, der ein eigenes Radio hat oder aber sie besorgen sich so schnell wie möglich ein eigenes Radio. Soweit uns bekannt ist, kostet ein eigenes Radio in der JVA mit Überprüfung und Versiegelung ca. 30,- Euro. Für den Bezug von Strom im Haftraum muss ein Inhaftierter pro Monat 1 Euro berappen. Die Anschaffung eines Radios sowie das Bezahlen des monatlichen Strompreises ist für einige Inhaftierte leider unerschwinglich - gerade für diejenigen, die keine Arbeit haben. In solchen Fällen kann nur noch die finanzielle Unterstützung von außen helfen - also die Hilfe durch die Angehörigen. Aber was ist mit denjenigen, die keine Angehörigen haben, die sie unterstützen können? Das ist eine derzeit zumindest nicht zu unserer Zufriedenheit beantwortete Frage!
Eine andere Möglichkeit, an ein Radio zu kommen, besteht für Nicht-BTMGler übrigens auch darin, sich von draußen von Privat ein Radio nach drinnen bringen zu lassen. Solche Radios werden dann gegen eine relativ geringe Überprüfungsgebühr (ca. 7-8 Euro, wie wir hörten) geprüft, versiegelt und dem Inhaftierten ausgehändigt.
Des Weiteren stellt sich uns im Moment die Frage, ob es evtl. möglich ist, u.a. Radio Z in die TV-Geräte in den Hafträumen einzuspeisen. Derzeit sind dort bereits Radio-Sender eingespeist, jedoch nicht Radio Z. Dies wäre eine echte Alternative, da die Inhaftierten zumeist eher einen Fernseher im Haftraum haben als ein Radio.

Wir - das Strafzeitteam - bleiben auf jeden Fall dran und informieren weiterhin über die neuesten Entwicklungen und Erkenntnisse in dieser Angelegenheit.

Um Missverständnisse aus der Welt zu schaffen, betonen wir hier nochmals, dass die Sendung "Strafzeit" auf jeden Fall weiterhin über Äther gehen wird.

Euer Strafzeitteam
am 16.01.2006