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Was dürfen Gefangene eigentlich an Paketen empfangen?

Diese Frage wird uns öfters zugetragen. Wir möchten hier einmal die wichtigsten Punkte für euch "draußen" zusammenstellen:

Gefangene dürfen drei mal jährlich ein Paket erhalten - zu Ostern und Weihnachten sowie zum Geburtstag.Dieses Paket darf ein Gewicht von 3 Kilo nicht überschreiten - die Ausnahme bildet das Weihnachtspaket mit 5 kg.

In dem Paket darf folgendes enthalten sein:
- Süßwaren (keine alkoholhaltige Füllung, originalverpackt, nichts selbsthergestelltes!)
- Tabak (160g) mit Drehapier oder Zigaretten (150 Stk.)
- Knabbereien (z.B. Chips, Salzstangen, Studentenfutter)
- Schinken/Speck (Folienverpackt bzw. eingeschweißt)
- Haltbarer Käse (Folienverpackt bzw. eingeschweißt)
- Salami bzw. Dauerwurst
- Grußkarte

In dem Paket darf folgendes nicht enthalten sein:
- Zeitschriften und Bücher
- Hygieneartike
- Alkohol und andere Rauschmittel
- Lebensmittel in Pulver- oder Tablettenform
- Getränke und andere flüssige Lebensmittel
- leicht verderbliche Lebensmittel
- in Glas, Tuben oder Dosen verpackte Lebensmittel
- Nüsse in Schalen, Zucker, Kaffee, Tee, Gefriergut
- Kerzen, leicht entzündliche Stoffe

Der/die Gefangene muß per Rapportschein eine Paketmarke bei der Anstaltsleitung beantragen. Paketmarken dürfen zu Ostern, Weihnachten und am Geburtstag des/der Gefangenen beantragt werden.

Gefangene, die wegen eines BTM-Deliktes (also Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz) inhaftiert sind, dürfen anstatt eines Pakets einen sogenannten Ersatzeinkauf in Höhe von 70,- Euro tätigen. Das Geld hierfür kann jederzeit auf das JVA-Konto des/der Gefangenen einbezahlt werden (am besten "Zweckbindung Ersatzeinkauf" im Verwendungszweck des Überweisungsträgers vermerken).

Einmal jährlich darf jede/jeder Gefangene ein sogenanntes Wäschepaket erhalten - auch BTMler. Hierzu wird ebenfalls bei der Anstaltsleitung eine Wäschepaketmarke von dem/der Gefangene/n per Rapportschein beantragt.

Der/die Gefangene muß den Absender desWäschepaketes angeben. Dieser Absender darf dann die in der ihm mit der Paketmarke ausgehändigten

Liste eingetragenen Kleidungs- und Wäschestücke zu Händen des/der Gefangenen senden. Die Wäschestücke werden vor Aushändigung an den Gefangenen von den zuständigen Justizvollzugsbeamten/-innen überprüft, kurz gewaschen bzw. gespült und anschließend dem/der Gefangenen ausgehändigt.

Manchmal gelten auch von JVA zu JVA unterschiedliche Bestimmungen. Am sichersten geht man als Angehöriger "draußen" mit einer schriftlichen oder telefonischen Nachfrage in der jeweiligen JVA.

Es ist allerdings jederzeit möglich, Briefmarken, Briefumschläge und Briefpapier den Gefangenen mit einem Brief (bzw. Begleitschreiben) zukommen zu lassen - auch BTM-Inhaftierten!

Vorraussetzung hierfür: Der Inhalt des Briefes darf das Gewicht für einen Standardbrief nicht überschreiten - also aufpassen, nicht so viel reinpacken, dass am Ende Paketporto fällig ist, und die Sendung als "Paket" gilt - und damit die Annahme von Seiten der JVA verweigert wird!